Aktion Fraktionszwang

5. September 2025

Aktion Fraktionszwang

Ende September wird im Bundestag über das Zustimmungsgesetz zur Ratifizierung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) der WHO abgestimmt. Die Vorschriften sehen vor, dass die Staaten ihre Souveränität bei Ausrufung einer Pandemie (beliebige Definition) an die WHO abgeben, bzw. sicherstellen, dass nationale Gesetze die Umsetzung der WHO-Anordnungen erzwingen. Deshalb haben etliche Länder die Reißleine gezogen und haben die IGV abgelehnt (Israel, USA, Argentinien, Österreich, Ungarn, Italien …).

Das Bundeskabinett allerdings, will den IGV zustimmen, um „… die Weltgemeinschaft vor zukünftigen Pandemien zu schützen … und Gesundheitsrisiken einzudämmen oder … sogar zu verhindern.“, so die populistische Begründung.

Diesem Narrativ folgen die Abgeordneten unter Fraktionszwang, liebevoll Parteidisziplin genannt. Umfragen haben gezeigt, dass die Abgeordneten es gar nicht wagen, sich mit den negativen Folgen der IGV auseinanderzusetzen.

Deshalb werden wir die fünf Fraktionen im Bundestag per Email anschreiben und zur Rechenschaft ziehen. Bitte nehmen Sie zahlreich teil und leiten Sie uns die Rückmeldungen an kontakt@gemeinwohl-lobby.de weiter.

Den Email-Text und die Mail-Adressen finden Sie hier oder laden Sie den Text als Word-Datei herunter.

Betreff: Anfrage an die (xy- Fraktion)

Sehr geehrte/r (Anrede/n siehe unten)
Sehr geehrte Damen und Herren,

mehrere Gruppierungen haben eine Umfrage darüber durchgeführt, was die Abgeordneten des Bundestages über die Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) halten. Aus diesen Umfragen geht hervor, dass die meisten Abgeordneten die negativen Seiten des Vertrages gar nicht zu thematisieren wagen, obwohl mehrere Länder die geänderten IGV ablehnten, weil der Vertrag gravierende Folgen auf ihr Land hat und noch dazu bei einer Ratifizierung der neuen IGV auch ihre Souveränität ernsthaft gefährdet sehen.

Dagegen hat das Bundesgesundheitsministerium in seiner Empfehlung zu dem veröffentlichten Zustimmungsgesetz, das durch Bundestag/Bundesrat noch nicht verabschiedet ist, die negativen Folgen des Vertrages gar nicht erwähnt. Wegen der völkerrechtlich rechtsverbindlichen IGV ist die Bundesrepublik Deutschland jedoch gezwungen, im Falle einer Ratifizierung der geänderten IGV 2005 ihren Verpflichtungen zur Vertragserfüllung einschließlich der Gründung einer nationalen IGV-Behörde und der Finanzierungspflicht, wobei über den Zeitpunkt und Umfang ausschließlich die WHO entscheidet, unverzüglich nachzukommen (s. Art. 42 IGV).

Die Umfragen haben auch klargestellt, dass viele Abgeordnete vor den Konsequenzen ihrer Partei Angst haben und sich von Ihrer Parteiführung bedroht fühlen, falls sie mit ihrem Abstimmungsverhalten nicht der Vorgabe der Parteiführung folgen. Die vielen gleichen Meinungen zeigen, dass Druck auf die Abgeordneten ausgeübt wird. Hier muss betont werden, was Konrad Adenauer in seinen Erinnerungen schrieb: „Jede Partei ist für das Volk da und nicht für sich selbst“. Ihre Aufgabe ist laut Grundgesetz nur an der politischen Willensbildung mitzuwirken und nicht mehr (Art. 21. Abs. 1. S. 1 GG). Laut Art. 38 (1) S. 2 Grundgesetz sind die Abgeordneten die Vertreter des ganzen Volkes, nicht der Partei, und sie sind bei der Abstimmung an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen. Damit ist nicht nur der Fraktionszwang verfassungswidrig, sondern es dürfen auch keine Zwangsmittel wie Strafen, Ausschluss oder andere Druckmittel (z. B. keine erneute Nominierung) angewendet werden, um Abgeordnete zu einem bestimmten Abstimmungsverhalten zu bewegen.

Ich betone ausdrücklich, dass die Abgeordneten im Bundestag meine Vertreter sind und nicht die Ihrer Partei. Deshalb erwarte ich von Ihrer Fraktion unverzüglich eine Bestätigung spätestens bis zum 20. September 2025, dass alle Abgeordneten ihrer Partei bei der Abstimmung zu dem vorgelegten Zustimmungsgesetz frei dagegen stimmen können. Falls Sie mir die Bestätigung verweigern, gehe ich davon aus, dass Fraktionszwang herrscht.

Es handelt sich bei den geänderten IGV um einen weitreichenden Vertrag, der zahlreiche negative Folgen hat, falls Deutschland die geänderten IGV ratifiziert. Deutschland darf nicht seine Verantwortung zur Wahrung seiner Verfassung und elementarer Grundrechte einfach auf die WHO abschieben und seine Souveränität freiwillig aufgeben. Unter diesen Voraussetzungen ist das deutsche Zustimmungsgesetz zu den IGV-Änderungen vom Bundestag und Bundesrat auf jeden Fall abzulehnen.

Mit freundlichen Grüßen

E-Mail an SPD

Betreff: Anfrage an die SPD-Bundestagsfraktion
Anrede: Sehr geehrter Herr Dr. Miersch,
sehr geehrte Damen und Herren,

Adressen: direktkommunikation@spdfraktion.de, matthias.miersch@bundestag.de

E-Mail an CDU

Betreff: Anfrage an die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Anrede: Sehr geehrter Herr Spahn,
sehr geehrte Damen und Herren,

Adressen: fraktion@cducsu.de, jens.spahn@bundestag.de

E-Mail an DieGrünen

Betreff: Anfrage an die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Anrede: Sehr geehrte Frau Dröge,
sehr geehrte Frau Haßelmann,
sehr geehrte Damen und Herren,

Adressen: info@gruene-bundestag.de, katharina.droege@bundestag.de, britta.hasselmann@bundestag.de

E-Mail an DieLinke

Betreff: Anfrage an die Fraktion DieLinke im Bundestag

Anrede: Sehr geehrte Frau Reichinnek,
sehr geehrter Herr Pellmann,
sehr geehrte Damen und Herren,

Adressen: dialog@dielinkebt.de, heidi.reichinnek@bundestag.de, soeren.pellmann@bundestag.de

E-Mail an AfD

Betreff: Anfrage an die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag

Anrede: Sehr geehrte Frau Dr. Weidel,
sehr geehrter Herr Chrupalla,
sehr geehrte Damen und Herren,

Adressen: buerger@afdbundestag.de, tino.chrupalla@bundestag.de, alice.weidel@bundestag.de


EU-Aktion gegen WHO IGV

18. August 2025

EU-Aktion zu den Internationalen Gesundheitsvorschriften und zum Pandemievertrag

 

Gemeinsam mit We for Humanity rufen wir zum Handeln auf. We for Humanity hat Briefe an die Fraktionsvorsitzenden des europäischen Parlaments vorbereitet. Des Weiteren liegen Schreiben an den europäischen Datenschutzbeauftragten und an die europäische Ombudsfrau vor. 

 

Wichtige Hinweise zu dieser Kampagne:

–> Es gibt acht Fraktionen im EU-Parlament, die ideologische Gruppierungen darstellen.

–> Die Anschreiben an die Parlamentarier sind nicht 100% identisch, da sie an einigen Stellen die ideologische Ausrichtung ansprechen.
 

–> Die Briefe sind auf Englisch. Hier sind kurze Zusammenfassungen auf Deutsch, worum es geht:
 

Briefe an die EU-Parlamentarier – Essenz

Betreff: Dringender Aufruf zur Gründung einer Initiative gegen die WHO-Abkommen und deren Umsetzung

Wir fordern zur Gründung einer Initiative gegen die WHO-Vorhaben.

Wir begründen unsere Ablehnung anlehnend an die rechtliche Würdigung der Europarecht-Expertin Dr. Beate Pfeil.

Wir weisen darauf hin, dass Gain of Function zwangsläufig in ein medizinisches Experiment an den Menschen resultiert, und berufen uns auf den Nürnberger Kodex.

Wir widersprechen dem Missbrauch unserer persönlichen Daten und fordern Aufklärung und Transparenz.

Wir fordern Rückmeldung.
Brief an den EU-Datenschutzbeauftragten – Essenz

Betreff: Dringende Aufforderung zur Untersuchung von GDPR-Verstößen in WHO-Abkommen und von der EU vorgeschriebenen Datenpraktiken

Wir fordern

- Stoppen Sie die Umsetzung der IHR-2024 und des Pandemievertrags 2025, bis die Einhaltung der DSGVO sichergestellt ist, einschließlich einer obligatorischen Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35).

- Untersuchung unzulässiger biometrischer Datenverarbeitung bei Gesichtserkennung, AutoIdent (Deutschland) und ähnlichen Verfahren wie Video-Ident oder eIDAS-konformen Systemen in der gesamten EU, um die Einhaltung von Art. 9 GDPR.

- Prüfung der obligatorischen Datenoffenlegung für die Aktivierung von SIM-Karten und ihrer Rechtfertigung im Rahmen der Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche, um eine unrechtmäßige Vorratsdatenspeicherung zu verhindern (Art. 5(1)(b)).

- Untersuchung der erzwungenen Datenweitergabe bei der Erbringung von Dienstleistungen (z. B. Flugtickets) und des Fehlens einer freiwilligen Zustimmung aufgrund einheitlicher, durch EURichtlinien vorgeschriebener Branchenpraktiken.

- Untersuchung von Bankbeschränkungen bei Bargeld- und Kreditkartentransaktionen und Bewertung ihrer Verhältnismäßigkeit und Rechtmäßigkeit gemäß Art. 6 GDPR und Art. 8 EU-Charta.

- Durchsetzung von Transparenz, Einwilligung in Kenntnis der Sachlage und Rechtmäßigkeit bei allen von der EU vorgeschriebenen Datenverarbeitungspraktiken, um sicherzustellen, dass die Richtlinien die Grundrechte nicht außer Kraft setzen.

- Know-Your-Customer-Anforderungen (KYC): Die von der EU vorgeschriebenen KYC-Verfahren, die von Finanzinstituten und Dienstleistern umgesetzt werden, erfordern die Erhebung überm..iger personenbezogener Daten (z. B. Ausweisdokumente, Adressnachweise) ohne klare Einwilligung oder Notwendigkeit.
Brief an die EU-Ombudsfrau – Essenz

Betreff: Beschwerde über EU-Transparenzverstöße, finanzielle Beeinflussung und Missachtung des Bürgerwillens und der demokratischen Beteiligung

Wir fordern Sie dringend auf:

- Untersuchen Sie das Versäumnis der EU, Transparenz in den Entscheidungsprozessen der WHO Abkommen zu gewährleisten, was einen Verstoß gegen Art. 15 AEUV und der Verordnung (EG) Nr.1049/2001.

- Fordern Sie die vollständige Offenlegung aller Finanzströme an EU-Parlamentarier, einschließlich der Finanzierungsquellen, privater Investoren und möglicher Interessenkonflikte, wie es der Verhaltenskodex des EP und Art. 15 AEUV gefordert wird, und zwingen Sie die Europäische
Kommission und das Parlament, diese Informationen zur Verfügung zu stellen.

- Prüfung des Versäumnisses der EU, die Bürgerinnen und Bürger durch öffentliche Konsultationen oder die Europäische Bürgerinitiative (Art. 11(4) EUV, Verordnung (EU) 2019/788) in Entscheidungen über WHO-Abkommen einzubeziehen, was gegen die Grundsätze der partizipativen Demokratie (Art. 10 EUV) verstößt.

- Empfehlen Sie Maßnahmen, um öffentliche Konsultationen, die Einhaltung der EUTransparenzvorschriften und die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, ihren Willen durch demokratische Mechanismen wie die EBI zu äußern, sicherzustellen.

Bearbeitungshinweise:


–> Es ist wichtig, dass jeder Empfänger angeschrieben wird, nicht nur die Deutschen/Progressiven. Wenn ihr nicht alle anschreiben könnt, nehmt euch bitte mindesten 2-3 Parlamentarier vor, plus Datenschutzbeauftragten und Ombudsfrau. 
 

–> Bitte teilt die Informationen mit euren Freunden/Bekannten im Ausland – das ist eine internationale Kampagne.
 

–> Die Briefe liegen im PDF-Format vor, es gilt drei fehlende Angaben auszufüllen; 

PDF herunterladen, fehlende Angaben machen, ausdrucken, unterschreiben und per Briefpost absenden.
Postalische Zustellung (Porto 1,25€), idealerweise per Einschreiben, ist verbindlicher, als E-Mail. Obendrein veröffentlichen die Herrschaften ihre E-Mail-Adressen nicht.

Letter to The Left Leaders Manon Aubry and Martin Schirdewan

Letter to S&D Leader Iratxe García Pérez

Letter to Renew Leader Valérie Hayer

Letter to PfE Leader Viktor Orbán

Letter to MEP Christine Anderson

Letter to MEP Gerald Hauser

Letter to Greens_EFA Leaders Terry Reintke and Philippe Lamberts

Letter to ESN Leader

Letter to EPP Leader Manfred Weber

Letter to ECR Leaders Ryszard Legutko and Nicola Procaccini

Datenschutzbeauftragte und Ombudsfrau:

Letter to the European Data Protection Supervisor

Letter to the European Ombudsman


WHO Pandemievertrag und IHR

1. September 2023, aktualisiert 24. April 2024

WHO Pandemievertrag und internationale Gesundheitsregeln IHR

Unter der Überschrift 75 Jahre WHO hatte der Bundestag am 12. Mai 2023 den Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) 2005 und dem Internationalen Pandemievertrag der WHO seine Zustimmung erteilt. Wie sich herausstellte, geht damit die Übertragung staatlicher Hoheitsfunktionen an die WHO einher. Darüber wurde im Parlament keine seriöse Debatte geführt. Im Jahr 2022 hatte die Regierung bereits die Verhandlungsrechte in dieser Angelegenheit ohne parlamentarische Konsultation an die EU-Kommission übertragen.

 1. Pandemievertrag 

 2. Internationale Gesundheitsregeln IHR


Pandemie-Vertrag im Bundestag abgestimmt, man nennt das auch Durchwinken. Wäre ja interessant, wer von diesen Herrschaften die beiden Verträge gelesen hat


Werden Sie aktiv! Informieren Sie sich! Machen Sie bei den Aktionen mit!

>> Informationsblatt zur Aufklärung über die Konsequenzen der WHO-Machtergreifung

Welche Konsequenzen haben die WHO-Verträge für Unternehmer?

>> Informationsblatt für Unternehmer

Inwieweit ist die Landwirtschaft von den WHO-Verträgen betroffen?

>> Informationsblatt für Landwirte

Weitere Erklärung zu den WHO-Verträgen:
https://www.youtube.com/watch?v=_uH1usNjvNs
oder suche nach: Erklär-Video WHO-Verträge